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Warum Veränderung uns automatisch glücklich macht.

Der Mensch ist ein Feigling. Nichts lässt ihn mehr fürchten als Veränderung. Veränderung ist für jeden von uns ein rotes Tuch. Wir lieben unsere Gewohnheiten. Sie erleichtern uns das Leben. Und ja, sie fühlen sich für uns so unwahrscheinlich und vermeintlich gut an; unser Alltag. Das Gewohnte. Das, was wir bereits kennen. 

 

Was ist aber, wenn uns unsere Komfortzone unglücklich macht? Wenn wir unseren Job hassen, in einer unglücklichen Beziehung stecken, uns von unseren Freunden entfremdet haben, wir uns zu dick fühlen oder auch einfach nur das Gefühl haben, auf der Stelle zu stehen? 

 

Auch dann, selbst dann, in tiefster Unzufriedenheit, lieben wir das Alltägliche. Wir klammern uns lieber an all das Unglück, an all das Schlechte, als eine Veränderung vorzunehmen und sei sie noch so klein. Und das geht fast allen von uns so. Aber welche Gründe gibt es für dieses Verhalten? Rationales und gesundes Denken kann es offensichtlich nicht sein. 

 

Die Angst vor der Veränderung.

 

Uns Menschen macht es riesige Angst, etwas in unserem Leben zu verändern. Was wir kennen, das Gewohnte, gibt uns eine große Portion an Sicherheit und Vertrautheit. Auch dann, wenn es uns ganz offensichtlich unglücklich und unzufrieden macht. Jedem Außenstehenden ist dieses klar. Uns jedoch erscheint das Bekannte wesentlich besser zu sein als die Unsicherheit. Weil wir es kennen. Wir neigen dazu, uns das Allerschlimmste auszumalen. Das hinter dem Bekannten nur das Grauen auf uns wartet. Dabei haben wir in Wirklichkeit absolut keine Ahnung. Wir können beim besten Willen nicht wissen, was uns außerhalb unserer Komfortzone erwartet. Wir lassen unser Leben von der Angst bestimmen.

 

Wir sind Gewohnheitstiere.

 

Es ist evolutionär bedingt. Wir brauchen Gewohnheiten. Gewohnheiten erleichtern uns unser Leben. Sie sind Strategien und Mechanismen unseres Gehirns, um wiederkehrende Handlungen und Situation in unserem Leben zu automatisieren. Dies soll uns Energie und Freiraum für andere Aktionen schaffen. 

 

Wer sich dafür interessiert, wie man Gewohnheiten gezielt nutzen kann, um sein Leben positiv zu beeinflussen, findet in diesem Beitrag mehr zu dem Thema. 

 

Somit werden unsere alltäglichen Lebensweisen und Denkmuster im Laufe der Zeit immer automatisierter. Wir spulen diese immer öfter und schneller ab. 

 

Hat man die Physiologie hinter diesem Muster aber erkannt, kann man ganz leicht entgegen wirken. Einfach mal anders handeln als üblich. Ein neues Denkmuster einschlagen. Die alten Wege verlassen. Und zwar ganz bewusst. Es ist möglich, sich ganz bewusste alte Denkmuster zu verbieten und somit sein Gehirn und dessen bevorzugte Gewohnheiten umzuprogrammieren. Hat man sich erstmal dieses Wissen angeeignet, dann kann man auch die Angst vor der Veränderung überwinden. Und das lohnt sich. Denn,

 

Veränderungen machen uns glücklich.

 

Und zwar ganz automatisch. Handeln wir und machen wir die Dinge anders, als wir es bisher getan haben, so kann es rein statistisch nur besser werden als vorher. Handeln wir und verändern zum Beispiel 5 Dinge in unserem Leben. Und nehmen wir mal an, dass uns allein eine Sache von diesen 5 Dingen gut tut oder zu einer positiven Veränderung beigetragen hat, also sind wir zum Beispiel heute morgen mal zum Yoga gegangen und haben dort eine sehr nette Person kennen gelernt und uns zum Kaffee verabredet, so sind wir in jedem Fall besser gestellt und zufriedener als vorher. Ihr seht, es kann eigentlich nichts schief gehen. Im schlimmsten Fall gehen wir alleine nach Hause, und es ist alles so wie vorher. 

 

Und das belegt auch die Wissenschaft. Menschen fühlen sich insbesondere nach großen lebensentscheidenden Veränderungen besser. Auch wenn sie dieser mit großer Scheu begegnet sind, so berichtet fast jeder nach einer Zeit über eine gravierende Verbesserung des eigenen Zustandes. Und dieses Wissen hilft uns, die anfängliche Angst zu überwinden. 

 

So sehr wir das Neue und Unbekannte scheuen, es tut uns unweigerlich gut. Wir müssen nur lernen, das Unangenehme auszuhalten und uns selbst und unsere gewohnten Denkmuster zu disziplinieren. Also traut euch, es kann nur besser werden.