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Stopp dem Rassismus!

Ein kurzer Beitrag zum Internationalen Tag gegen Rassismus

Heute noch werden Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Kultur, Religion oder Herkunft verfolgt oder diskriminiert. Rassismus ist kein nationales Problem, sondern eines, welches leider immer noch auf der ganzen Welt herrscht. Der alljährliche Internationale Tag gegen den Rassismus ist eine Erinnerung daran, sich gegen den Rassismus zu stellen, und ein Tag, an welchem Aktionen gegen die Rassendiskriminierung überall auf der Welt gefördert werden.

 

Die Vereinten Nationen haben 1966 den 21. März als "Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung" aufgerufen als Folge auf das Massaker von Sharpeville 1960, bei welchem eine friedliche Demonstration in eben dieser südafrikanischen Gemeinde gegen das Apartheid-Regime eskalierte und durch die hinterhältige Erschießung seitens der Polizei zahlreiche Todesopfer gefordert wurden. 

 

Die Demonstranten in Sharpeville haben dafür protestiert, dass sich der Staat an die ihnen angeborenen Menschenrechte zu halten und sie zu schützen habe. So möge man sich die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vor Augen halten, die 1949 als Reaktion auf die Gräueltaten des zweiten Weltkriegs entstanden sind. In dessen erstem Artikel steht, dass alle Menschen frei und gleich an Würde und Rechten geboren sind. Genau dies sollte der Anspruch einer jeden Gesellschaft sein; ein Anspruch auf ein gemeinsames, gleichwertiges Dasein, in dem keinerlei Unterschiede gemacht werden dürfen.

 

Rassismus ist eine Einstellung, nach der Menschen aufgrund einiger weniger äußerlicher Merkmale zu einer bestimmten Rasse zugehörig gemacht werden. Rassismus ist nichts Angeborenes, sondern wird vor allem durch Erziehung hervorgerufen.  

 

Obwohl bis heute zahlreiche Fortschritte im Hinblick auf die Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung zu verzeichnen sind, ist Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung ein andauerndes Problem. Nicht nur fernab in der Welt, auch vor unserer eigenen Haustüre in Deutschland können wir einen Rückschritt der offenen Gesellschaft verzeichnen, man möge sich nur das Wahlergebnis unserer letzten Bundestagswahl ins Gedächtnis rufen. Seitens populistischer und rechts-konservativ eingestellter Menschen und Parteien wird eine Hetze gegen "Nicht-Deutsche" betrieben und stetig die Forderung zu mehr Nationalismus gestellt. Die fremdenfeindliche und antisemitische Gesinnung häuft sich zunehmend, die zum Teil auch mit erschreckender Gewaltbereitschaft verbunden ist. Und nicht nur in der Schule, auf Job- oder Wohnungssuche, im alltäglichen Leben begegnet uns Rassismus, sei es auch nur ein abfälliger Blick in der Straßenbahn oder beim Einkaufen.

 

Am heutigen Tage soll genau hieran angesetzt werden, denn das Ziel unserer Gesellschaft muss sein, weiterhin gegen Rassismus einzustehen. Allein schon, weil wir aus unserer Vergangenheit gelernt haben. Einem jeden sollte präsent sein, wohin uns Fremdenfeindlichkeit und Menschenverachtung einst geführt haben und welches selbstzerstörerisches Ausmaß diese Denkweise annahm.

 

Wir leben heute in einem Deutschland voller Vielfalt, in einer pluralen Gesellschaft, die uns nicht stagnieren lässt, sondern stärker und fortschrittlicher macht. Wir können von anderen Kulturen lernen und von ihnen profitieren. Genauso zeigt es unsere Stärke und Haltung in der Welt, wenn wir Menschen in Notlagen helfen und ihnen ein neues Zuhause geben können. Ein jeder Mensch ist ein Gewinn. Äußerlichkeiten, Glaube oder Herkunft sind egal.

 

 

Es ist an uns, Vorurteile auszuschalten und für ein weltoffenes Deutschland einzustehen; unsere gemeinsame Verantwortung ist es, sich gegen Rassismus auszusprechen, denn wir sollten nicht vergessen, dass wir alle eines gemeinsam haben: Wir sind Menschen.