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Die Kraft der Gewohnheiten. Wie sie uns beeinflussen und wie wir sie nutzen können, um unser Leben radikal zu verbessern.

Gewohnheiten machen glücklich. Ja, richtig gehört beziehungsweise gelesen. Für diejenigen, die schon seit Jahren nach dem großen Glück suchen, mag das etwas banal klingen. Doch tatsächlich, gesunde und positive Gewohnheiten tragen maßgeblich zu unserem Glücksempfinden bei. Wie oft kommt es vor, dass wir etwas nicht tun, regelmäßiger Sport treiben, neue Leute treffen oder meditieren, obwohl wir ganz genau wissen, wie gut es uns tun würde. Die Wege zum Glück sind dabei so vielfältig. Schuld daran sind unsere Gewohnheiten. Gewohnheiten sind nämlich eigentlich äußerst praktisch. Sie nehmen uns eine Menge Arbeit ab, da wir über gewohnte Prozesse nicht mehr nachdenken müssen. Es sind die Verhaltensweisen, an die sich unser Unterbewusstsein klammert. 

 

Das Gehirn unterscheidet nur leider nicht zwischen guten und schlechten Gewohnheiten. Die etablierten Gewohnheiten, wie fatal sie auch sein mögen, haben sich bereits als Lösung für bestimmte Probleme erwiesen. Somit sollten sie uns eigentlich das Leben erleichtern und den Weg für größere Herausforderungen ebnen. Gewohnheiten sind die Schienen unseres Bewusstseins. Je mehr sie genutzt werden, umso tiefer und gefestigter werden die Schienen. Es wird schwerer sie zu verlassen. Und hier liegt das Problem. Jedes Mal, wenn wir uns selber kritisieren, "Ich bin schlecht", "Ich kann das nicht" verfestigt sich dieses Muster ein wenig mehr in unserem Bewusstsein. 

 

Die Frage bleibt, wie kommt man nun aus dieser Negativspirale heraus? Der erste Schritt ist das destruktive Muster, die schlechte Angewohnheit zu erkennen. Nur so können wir diese in positive Handlungsmuster umwandeln. Hier kann es auch förderlich sein, sich hinzusetzen und diese bewusst aufzuschreiben. Versuchst du nun eine neue Angewohnheit zu etablieren, mache dir insbesondere das Positive bewusst. Fokussiere dich darauf, warum du dich nach dem Sport gut fühlst. Mache dir bewusst, warum dieser positive Mensch deinen Tag schöner gemacht hat. Achte ganz detailliert darauf, wie sehr dich Lachen und ein breites Lächeln befreit. Nehme jedes Aufkeimen deiner destruktiven Gewohnheiten wahr, versuche aber diese durch eine deiner neuen positiven Gewohnheiten zu ersetzen.

 

Sei dir über deine Motivation im Klaren. Warum möchtest du deine Gewohnheiten ändern. Möchtest du selbstzufriedener sein, abnehmen, sportlicher werden, ein Musikinstrument lernen, oder einfach mal das tägliche Glas Wein weglassen? Was auch immer dein Grund ist, mach ihn dir bewusst und hol ihn dir regelmäßig vor Augen. Und hier kommen wir zu dem nächsten entscheidenden Faktor: Regelmäßigkeit. Es wird dich am Anfang viel Überwindung kosten, der neuen Gewohnheit nachzugehen. Müssen doch hier erstmal die neuen Schienen verlegt werden. Doch je regelmäßiger du dich für die positive Gewohnheit entscheidest, umso automatischer wird dieser Prozess. Bis sie zu einer wahren Gewohnheit für dich wird, und du nicht mehr darüber nach denken musst.

 

Aber was sind denn nun die Gewohnheiten, die uns maßgeblich glücklicher machen können?

 

Akzeptanz und Dankbarkeit: Je mehr wir uns selber akzeptieren und annehmen, umso leichter wird es uns fallen, wir selber zu sein. Wir alle haben mit unseren Erfahrungen und dem ganzen Mist, den wir bereits gebaut haben, ein Recht auf Wärme und Liebe.  Dazu zählt auch dankbar für all das zu sein, was wir bereits haben. Mache dir jeden Abend ein paar Dinge bewusst, für die du dankbar sein kannst. Wiederhole dies jeden Abend. Probiere es aus. Es macht unfassbar glücklich.

 

Gute Freunde: Hat dich ein Freund heute besonders glücklich gemacht. Bedanke dich bei ihm. Du tust euch beiden etwas Gutes. Wir brauchen Freunde und gesunde Beziehungen. Und um die müssen wir uns kümmern. Jeden Tag ein bisschen. Versuche hier selbstloser zu sein und den Menschen zu helfen. Es schadet nicht, in andere Menschen zu investieren. Ich verspreche dir, Karma wird dafür sorgen, dass die Liebe zu dir zurück kommt. Wenn auch manchmal auf Umwegen.

 

Motivation: Finde ein Ziel. Ein Grund morgens aufzustehen. Dieses Ziel kann sich aus vielen kleinen Schritten zusammensetzten. Wenn du weißt, wofür du morgens aus dem Bett kriechst, hast du schon einen riesigen Schritt Richtung dauerhafter Zufriedenheit geschafft. Gehe nur sicher, dass diese Richtung von Dauer ist und nicht an einen bestimmten Menschen gebunden. 

 

Dieser Moment zählt: Sei präsent. Heute ist wichtiger als Morgen oder Gestern. Wenn du merkst, dass du gedanklich immer öfter abschweifst, hole dich in den Augenblick zurück. Konzentriere dich auf deine Atem, die Bewegung deiner Zehen oder die Geräusche um dich herum. Du wirst dich besser fühlen und deine Mitmenschen werden es dir danken, haben sie nun deine volle Aufmerksamkeit. Gleichzeitig macht es dich attraktiver. Gedanklich an anderen Orten in anderen Zeiten zu hängen, ändert rein gar nichts an dem Geschehenen und es beeinflusst sicherlich nicht die Zukunft. 

 

Kleine Erfolge zählen auch: Versuche nicht direkt das ganz große Ziel zu erreichen. Nimm dir Schritt für Schritt vor und feiere jeden kleinen Erfolg ganz bewusst.

 

Achtsamkeit: Du stehst dir und deinem Glück selber im Wege, wenn du die kleinen Momente nicht mehr wahrnehmen kannst. Mach es dir zur Gewohnheit, Ruhe und Gelassenheit einkehren zu lassen. Die heiße Tasse Kaffee am Morgen oder der Tee Abends im Bett sind wundervolle Momente, die unsere volle Aufmerksamkeit brauchen. Übe dich darin, diese Momente achtsam wahrzunehmen. Sie sind wertvoll. 

 

Und übrigens Essen kann auch glücklich machen. Probiere es doch mal mit Ananas, Bananen, Kaffee, Fisch und dem Klassiker Schokolade.

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