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Still a men’s world? Ein Beitrag zum Internationalen Weltfrauentag

Heute ist der internationale Weltfrauentag. Ein Tag, der im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen im Jahre 1911 entstand. Die Frauen forderten damals neben vielem ein Wahl- und Stimmrecht, Arbeitsschutz- sowie Mutterschutzgesetze und einen gleichen Lohn bei gleicher Arbeitsleistung. 

 

Schauen wir uns chronologisch die Entwicklung der Frauenrechte an, sieht man, dass der Ursprung schon in der französischen Revolution entstand. Erstmals erlangten Frauen im Jahre 1870 in Amerika das Wahlrecht; in Deutschland kam es erst 1918 dazu. Seit 1949 ist die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in unserem Grundgesetz verankert. So sollte man eigentlich meinen, dass im Jahre 2018 nicht mehr von einer Ungleichbehandlung zwischen Frauen und Männern gesprochen werden müsste. Leider belehrt uns die Wirklichkeit eines Besseren.

 

Ein Blick in die Chefetagen dieser Welt zeigt, dass auch heute noch mehr Männer als Frauen in Führungspositionen stehen. Deutschland schneidet innerhalb Europas mit 29,3 % Frauen im Management immer noch mit am Schlechtesten ab. Das kann durchaus mehrere Gründe haben. Einerseits arbeiten Frauen vor allem in Teilzeitbeschäftigungen und das wohl insbesondere deswegen, weil das „traditionelle“ Rollenverständnis noch immer nicht vollständig aus den Köpfen der Gesellschaft verschwunden ist. Schauen wir über die Grenzen Deutschlands hinweg, müssen wir feststellen, dass  Frauen in einigen Ländern immer noch das Recht auf Bildung verwehrt wird und somit nicht einmal der Hauch einer Möglichkeit besteht, selbstständig und unabhängig zu sein.

 

Der internationale Weltfrauentag soll nicht nur an das bereits Geleistete erinnern, sondern auch ein Anstoß sein, sich weiterhin für Frauen einzusetzen.

 

Feminismus ist leider nicht nur positiv behaftet. Immer wieder heißt es, Feministen seien Emanzen und Männerhasser. Darüberhinaus gibt es auch Frauen, die sich selbst als anti-feministisch bezeichnen. Aber was genau ist Feminismus eigentlich? Kurz gesagt, geht es darum, die Gleichberechtigung der Frau in allen Lebensbereichen zu erlangen. Gleichzeitig wird angestrebt, die gesellschaftliche Rolle von Frauen zu verändern. Ein weiteres Ziel ist, die Diskriminierung von Frauen zu stoppen. All diese Ziele sind kein Angriff auf die Männerwelt. Denn der Feminismus ist nicht nur Frauen vorbehalten; auch Männer können Feministen sein. Prinzipiell geht es darum, sich mit den Inhalten des Feminismus solidarisch zu zeigen und keine Angst zu haben, Verantwortung zu übernehmen und sich für ein gleichberechtigtes Frauendasein einzusetzen.

 

Die Erlangung von Frauenrechten hat einen langen Weg hinter sich und ist noch nicht am Ziel angekommen. So Vieles wurde durch einen stetigen Kampf erlangt; nicht wenige gesetzliche Regelungen sind dadurch entstanden. Aber erst, wenn keine Unterschiede mehr zwischen den Geschlechtern gemacht werden und Frauen nicht mehr diskriminiert werden, ist das Ziel erreicht.

 

Jeder Fortschritt ist ein Schritt in die richtige Richtung.

 

Lasst uns nicht aufgeben, sondern weiterhin für Frauenrechte einstehen! Das soll nicht heißen, dass wir Männer nicht wertschätzen oder verdrängen wollen. Es bedeutet viel mehr, dass man darum kämpfen muss, jeden einzelnen Menschen als gleichwertig anzusehen und dass Frauen denselben Stellenwert besitzen müssen wie Männer. In allen Bereichen.

 

Lasst uns die Fortschritte für Frauenrechte feiern – nicht nur am internationalen Weltfrauentag, sondern jeden Tag – und kämpft weiter, denn jede einzelne von euch ist wundervoll und stark!

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